Betrug

Neben der Straftat Mord gehört Betrug zu einem der ältesten Delikte der Menschheit. Seitdem Austauschgeschäfte zwischen Menschen betrieben werden, kommt es vor, dass sich einer der Tauschpartner betrogen fühlt, zum Teil zu Recht, zum Teil zu Unrecht. Der Betrug ist im Strafgesetzbuch unter Paragraph 263 verankert und besitzt auf Grund der vielseitigen Anwendungsbereiche große Relevanz im Alltag sowie im Strafrecht.

Begriffsdefinition Betrug

Im Strafgesetzbuch (§ 263, Artikel 1) lautet die Definition von Betrug folgendermaßen: „(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Ein Betrug liegt dann vor, wenn ein Täter absichtlich falsche Tatsachen vorgibt, um einen anderen Menschen um sein Geld zu bringen (betrügen). Die folgenden drei Beispiele sollen den Begriff Betrug weiter verdeutlichen.

Ein Betrugsfall liegt vor, wenn sich ein Täter entschließt sich selbst einen wirtschaftlichen Vorteil zu erlangen, also Geld oder sonstige Vermögenswerte eines anderen Menschen zu ergattern. Diese Tat ist strafbar. Als gutes Beispiel dienen Auktionen im Internet, zum Beispiel bei Ebay. Ware wird dabei durch einen Interessenten im Voraus erworben, diese wird jedoch nicht geliefert. Der Verkäufer kommt somit durch Betrug an das Geld des Interessenten ohne selbst Verluste zu haben.

Eine andere Betrugsvariante ist das Aufgeben von Bestellungen um im Nachhinein die Ware nicht zu bezahlen. Es liegt dann eine Betrugsabsicht vor, wenn der Täter die Ware bestellt, obwohl dieser weiß, dass er nicht bezahlen kann. Dies nennt sich Zahlungsunfähigkeit.

Ein drittes Beispiel wäre die Variante des Versicherungsbetrugs. Der Versicherungsnehmer täuscht in diesem Fall einen entstandenen, jedoch selbst verursachten, Schaden vor. Ziel dabei ist es, den fälligen Geldbetrag der Versicherung zu erhalten.

Konsequenzen von Betrug für Täter und Betroffenen

Je nach Art und Weise des Falles sollte der Betroffene oder das Opfer sämtliche Beweismaterialien sicherstellen. Das können beispielsweise Dokumente, E-Mails, Quittungen oder Rechnungen sein. Der nächste Schritt wäre die Erstattung einer Betrugsanzeige bei einer Strafverfolgungsbehörde, beispielsweise einer Dienststelle der Polizei. Eine genaue Schilderung des Tathergangs in Kombination mit den Beweisen sollte dem Beamten bei der Ermittlungsarbeit helfen. Der Verbraucherschutz bietet dem Betroffenen eine weitere Anlaufstation, da der Täter bereits ein beschriebenes Blatt sein könnte. Ein Schadenersatzanspruch kann vor Gericht durch einen Zivilprozess geltend gemacht werden. Die Hinzuziehung eines Anwalts ist dabei jedoch unabdingbar.

Sollte gegen den mutmaßlichen Täter ermittelt werden, ist es definitiv ratsam juristischen Beistand in Form eines Anwalts, am Besten einen auf Strafrecht spezialisierten (Fachanwalt für Strafrecht). Eine frühe Verteidigung verhindert somit oftmals schlimmeres.

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